26.9.2025 Pflichten ohne Stimme, Kosten ohne Kontrolle, Regeln ohne Rückweg

Unterwerfungsverträge – die Rechnung für die Schweiz

250926-Brisant-HL

von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld

 

Bern unterschreibt, Brüssel regiert. Die SZ zeigt, was die Folgen der Unterwerfungsverträge sind. Ganz konkret.

 

Wenn wir die Unterwerfungsverträge unterzeichnen…..

 

sinken die Löhne: der Arbeitsmarkt wird nivelliert: Mehr Personenfreizügigkeit heisst mehr Lohndruck. Und die neu unkündbaren Gewerkschafter verdienen sich an den Kontrollen eine goldene Nase.

werden die Mieten steigen: Mehr Zuwanderung, mehr Druck auf knappen Wohnraum. Die «Schutzklausel»? Will die Schweiz handeln – wird sie von der EU «behandelt».

wird der Strom teurer: die Strompolitik marschiert dann im EU-Takt. Netzplanung, Engpassbewirtschaftung, Marktregeln. Winterstrom wird nicht sicherer, sondern teurer. Preisstützungen? Nur nach EU-Schema.

kommen die EU-Gesundheits-Einsatzgruppen: Gemeinsame Beschaffungen, Pflichtlagerlogik, Taskforces und Echtzeit-Datenmeldungen setzen die Leitplanken. In der «Krise» bestimmen die EU-Einsatzgruppen mit ihren «Durchführungsbefugnissen» was bei uns gilt.

werden die Bauern fremdreguliert: Pflanzenschutz-Verbote, starre Düngereduktion, Biotop-Quoten, Stilllegungen. Ertrag runter, Importabhängigkeit rauf – besonders bei Obst, Gemüse und Rebbau.

verteuern sich Käse und Fleisch: Verarbeitung und Verkauf durch EU-Etiketten-, Rückverfolgbarkeits- und Verpackungsvorgaben: Metzgereien, Käsereien und Hofläden ersticken in Formularen; am Ende zahlt der Konsument.

werden alle Lebensmittel teurer: Vom Acker bis zur Theke wachsen Dokumentations-, Etiketten-, Rückverfolgbarkeits- und Verpackungsvorgaben. Bezahlt wird zuerst vom Metzger, Käser, Hofladen – am Ende der Konsument.

kriegen heimische KMU keine Aufträge mehr: das öffentliche Beschaffungswesen wird enger: Lokale Kriterien gelten rasch als diskriminierend. Heimische KMU verlieren gegen Formular-Profis mit EU-Papierpark.

wird die Solarförderung gestutzt: Kantonale Boni, Einmalvergütungen, ZEV-Modelle, Speicherzuschläge oder reduzierte Netzentgelte gelten als «staatliche Beihilfe» – mit Auflagen, Deckeln oder gar Rückforderungen. Planbarkeit ade.

explodieren Pflichten für Vereine, Medien, Start-ups: EU-Digitalpakete bringen jetzt schon Melde, Moderations- und Compliance-Pflichten mit Bussdrohung; wer EU-User adressiert, braucht u.a. Legal Representative & Reports.

geraten Kantonalbanken und regionale Fördertöpfe unter Druck: Staatsgarantien, Zinsverbilligungen, Krisenhilfen gelten plötzlich als problematisch.

ist Schluss mit Direktzahlungen, Investitionshilfen und Krisenstützungen: Kantonsprogramme geraten unter Verdacht der Wettbewerbsverzerrung. Wer hilft noch schnell, wenn ein Talbetrieb kippt?

zahlen wir ein Dauerabo: Hunderte Millionen jährlich an Kohäsionsbeiträgen – Pflichten voll, Mitsprache null.

Fazit: Diese Unterwerfungsverträge bringen keine Stabilität, sondern Dauer-Anpassungsdruck. Sie liefern uns Pflichten ohne Stimme, Kosten ohne Kontrolle und Regeln ohne Rückweg. Wer unterschreibt, liefert die Schweiz aus – Stück um Stück. Punkt.

Hermann Lei