17.101.18 Rassismus im Sport

Die Schweizer integrieren sich

18_19_Schweizerzeit_PDF Sport

von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld

 

Mittlerweile haben wir uns so an die Migranten angepasst, dass sogar der Nati-Captain sich als Albaner aufführt.

Fussball-WM 2018 in Russland: Die Schweizer Nati schiesst ein Tor, Beifallssturm im Stadion, die Schweizer Fans jubeln ihren Fussballstars zu. Die Schweiz hat diesen Secondo-Fussballern mit Schweizerkreuz alles gegeben: Sicherheit, Ausbildung, Geld, Ruhm, Heimat. Und sie: verhaken im Sieg ihre Hände zum mythischen Doppeladler, dem Stammeszeichen der Albaner.

 

Gewissensprüfung im Sport?

«Der Sport ist einer der letzten Orte, wo Rassismus öffentlich und allzu oft ungestraft zum Ausdruck kommt», beklagt sich im Heft TANGRAM41, dem Bulletin der Rassismuskommission EKR vom Juni 2018 zum Thema «Rassismus und Sport» ein Sport-Professor der Uni-Lausanne. Redet er von den Fussballern mit Migrationshintergrund, welche in der Stunde des Sieges das Signum der albanischen Überlegenheit zelebrieren? Natürlich nicht, die Rassisten sind wie immer bei der EKR die Schweizer und so fordert der Professor eine «Gewissensprüfung» und «effektive Massnahmen». Zum Beispiel im „latenten Rassismus im Radsport“. Dass noch nie jemand davon gehört hat erklären sich die Antirassisten damit, dass das Thema «tabuisiert» werde. Dann halt Basketball? Wieder Fehlanzeige: die letzten rassistischen Vorfälle auf den Schweizer Basketballfeldern liegen eine Dekade zurück. Und: «Dabei ging es dem Publikum eher um eine Einschüchterung und eine Nervenprobe für das gegnerische Team.» relativiert der Experte für Basketball sogar noch.

 

FC Kosova und Tetova

Rassismus und politischer Extremismus gibt es auch im Sport nicht. 2009 waren in der Hooligandatenbank 11 Hooligans verzeichnet, weil sie «rassistische, beleidigende, sexistische oder respektlose Inhalte» verbreitet hätten. Schon vor 10 Jahren war die Szene also überschaubar klein. Heute ist gar keiner mehr in der Datenbank erfasst. Ist Rassismus dann halt im Amateurfussball ein Problem? «Nein», heisst auch hier die lapidare Antwort des Vizepräsidenten des Schweizerischen Fussballverbands (SFV). Also: kein Rassismus beim Sport der Schweizer, liebe EKR. Kritische Entwicklungen gäbe es allerdings durchaus. Da wären zum Beispiel die vielen Migrantenvereine im Sport wie der FC Kosova oder der FC Tetova, in denen das ethnische Herkommen zementiert wird, wo die Migranten unter sich abgeschottete Subkulturen bilden.

 

Schiri im Spital

Kein Problem für die EKR: solche Vereine seien «Promotoren eines symbolischen Transnationalismus». Genauso verschliesst man die Augen vor Phänomenen wie gewalttätigen Secondo-Fangruppen, z.B. im Umfeld des FCZ. Auch der Breitensport hat ein zunehmendes Gewaltproblem, das nicht genuin eidgenössisch ist: Dass hinter Schlagzeilen wie «Fan prügelt 4.-Liga-Schiri spitalreif»  ein «Fan des FC Makedonija» steht, dass im Spiel Versoix gegen den FC Kosova Genf die anwesenden Kosovaren auf den Platz stürmen und den Schiri und die Gegenspieler attackieren und dass im Spiel zwischen der dritten Mannschaft des FC Satigny und dem FC Tordoya drei Tordoya-Spieler den Schiri bewusstlos schlagen, sodass er ins Spital überführt werden muss – alles bedauerliche Einzelfälle, nicht der Rede wert, das stört unsere Rassismuskommission nicht.

 

Schweizer zwangsintegriert

Schweigen und anpassen heisst die Devise. Da passt es, dass Captain Stephan Lichtsteiner in Russland solidarisch das albanische Doppeladlerzeichen machte. Was für ein Anblick: Nicht die Schweizer integrieren die Albaner, die Schweizer werden von den Albanern integriert. Und die EKR beleidigt weiter mit Staatsgeldern die angeblich rassistischen Schweizer.

Hermann Lei