
16.9.2024 Professor «Tatperson»
Tatpersonenschutz?
von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld
Ein psychisch kranker Täter tötet im unbegleiteten Ausgang eine 75-jährige Frau. Und in Kreuzlingen verübt ein Ausländer einen schweren sexuellen Übergriff auf eine Mädchen. Was läuft hier falsch? Gar nichts, erklären uns die Experten.
Politiker forderten nach den Taten mehr Repression. Kriminologe Dirk Baier erklärte hingegen in einem landesweit verbreiteten Zeitungsartikel «Warum härtere Strafen jetzt nichts bringen» warum sie angeblich falsch liegen.
Messerkriminalität wegen höheren Dönerpreisen?
Der importierte deutsche Professor ist ein Meister darin, importierte Kriminalität kleinzureden. Bei zdfheute vor einigen Tagen erklärte er beispielsweise die Zunahme der Messerkriminalität in Deutschland so: «Das Leben ist teurer geworden». Auch die in 10 Jahren um einen Drittel gestiegene Schwerkriminalität in der Schweiz verortete er nicht etwa dort, wo sie gemäss Statistik zu finden ist (bei den Ausländern), sondern er dozierte, das liege an «medialen Vorbildern». Und an den Coronaskeptikern….
Abschreckung wirkt!
Professor Baier behauptete in seinem Artikel, zahlreiche kriminologische Studien der letzten Jahrzehnte würden «auf den begrenzten Nutzen des Prinzips Abschreckung» hinweisen. Ist das wirklich so? Fakt ist: Eine Metaanalyse hat ergeben, dass Abschreckung zwar nicht immer funktioniert. Die Aussage, Abschreckung sei wirkungslos, wird aber widerlegt. Was man sagen kann ist, dass die Chance, erwischt zu werden, deutlich abschreckender wirkt als die Schwere der Strafe, die droht. Abschreckend ist es also auf jeden Fall, wenn der Täter erwischt und dann auch hart bestraft wird. Das ist schon fast das Gegenteil dessen, was uns der Professor erzählen will.
Massive Abschreckung in den USA
In diesem Licht ist auch die weitere «Beweisführung» von Professor Baier fragwürdig: «Im Übrigen haben die USA trotz (oder wegen) ihrer repressiven Strafkultur eine der höchsten Kriminalitätsraten.» Tatsache ist: Von den Schwarzen, die Ende der 1960er Jahre geboren wurden, war jeder Fünfte schon einmal im Gefängnis; einer von tausend Afroamerikanern wird von der Polizei erschossen; 6 Millionen Amerikaner sind im Gefängnis oder auf Bewährung. Doch die Schwarzamerikaner werden ja nicht kriminell, weil hohe Strafen drohen. Sondern wegen Armut und sozialer Ungleichheit. Man mag das bedauern, aber Fakt ist: entgegen den Aussagen von Baier wurde in den USA die Kriminalitätsrate dank massiver Repression gesenkt.
Handeln statt professorale Nebelpetarden
Wenn hier einer also falsch liegt, dann ist es der politisch überkorrekte Professor Baier, der von «Tatpersonen» statt Tätern redet, die Asylkriminalität schönredet und nicht den Mut hat, die Ursache der zunehmenden Messerattacken zu benennen: die importierte Kriminalität!
Hermann Lei