
16.10.2025 Heute löschen sie Wörter. Morgen Menschen
Attentat auf Charlie Krik
von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld
Charlie Kirk brachte Debatte dorthin, wo Gesinnung regiert: auf den linken Campus. Doch in einem Klima, wo politische Gegner niedergebrüllt werden, wird freie Rede zur Gefahr – und Mord die Konsequenz.
Charlie Kirk, der einflussreichste rechte Debattierer der USA, war einer, der den Wettbewerb der Ideen suchte. Genau dort, wo linke Ideologie ihn am wenigsten erträgt: an den Universitäten. Während einer offenen Fragerunde an der Utah Valley University traf ihn vor rund 3000 Menschen ein tödlicher Schuss aus dem Gewehr eines linken Fanatikers. Eine Stichflamme des Hasses, ein gezieltes Attentat auf einen Menschen mit freier Meinung.
Linke Ideologie als Ursache
Warum? Weil linkes Denken einer abgeschlossenen Ideologie folgt. Wettbewerb der Meinungen ist darin unerwünscht, ja verhasst – er könnte die «falsche» Meinung siegen lassen. Also schnürt man Sprachkorsetts, verhängt Verbote und «Hass-und-Hetze»-Label, sperrt Plattformen und beseitigt Existenzen. Wer nicht mittut, gilt als moralisch defekt – nicht widerlegt, sondern delegitimiert. Der logische Endpunkt, wie alle sozialistischen Systeme zeigen: Elimination, Gefängnis, Diktatur. Heute löschen sie Wörter. Morgen Menschen
Im Herz der Linksmoral
Kirk zielte genau ins Herz dieser Ideologie: Er sass vor tausenden Studenten, holte unter dem Slogan «Prove me wrong» Widerspruch ans Mikrofon. Und zerlegte die Wokies mit Fragen und Fakten. Der mediale Reflex nach dem Attentat war entlarvend: Der Tagi sprach von einer «Schiesserei». SRF stellte die Entlassungen jener Amis, die den Mord gefeiert hatten, als Hetzjagd auf Leute, die sich – Zitat – «kritisch» zu Kirk geäussert hätten, dar. Und in Deutschland erklärte die ZDF-Moderatorin, der Mord sei «mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen». Heisst doch: selber schuld, dass er ermordet wurde.
In der Schweiz?
Wer meint, das sei ein amerikanischer oder ein deutscher Exzess, irrt. Die Schweiz spürt denselben Geist – leiser, dafür immer stärker: In Zürich wurde an der Schwamendinger Chilbi ein SVP-Stand zerstört. In Lausanne wurde ein SVP-Gemeinderat Thibault bei Krawallen attackiert. Unser Hans Fehr wurde vor Jahren am Albisgüetli verprügelt, Andi Glarner bei einem Schweizerzeit-Vortrag mit Rauchbomben empfangen. Und als im Thurgau eine Gemeinde Dr. Markus Krall an den 1. August einlud startete die SP eine Kampagne, in deren Folge die Gemeindepräsidentin mit Morddrohungen eingedeckt wurde, inklusive der Drohung, ihre Katze zu vergiften. Das Muster ist stets gleich: erst stigmatisieren, dann einschüchtern, am Ende zuschlagen.
Cancel-Kultur als Gewaltvorstufe
Die Cancel-Kultur ist die Vorstufe zur politischen Gewalt. Wer Gegner moralisch entmenschlicht, macht Gewalttätern die Arbeit leichter. Nicht «die Linke» schiesst – aber in einer Ideologie ohne Zweifel fällt dem Einzelnen das Schiessen leichter, weil es scheinbar das Böse, den Nazi trifft. Da hilft nur eins: Drohungen, Sachbeschädigung und Gewalt gehören vor gnadenlose Richter. Sicherheitsdispositive dürfen nie als Vorwand dienen, unliebsame Stimmen fernzuhalten. Das Gesinnungsstrafrecht und Gummiparagrafen gegen Meinung gehören auf den Abfallhaufen der Geschichte. Strafrecht soll Menschen schützen, nicht Ideologien.
Nicht schweigen, kämpfen
Kirk wurde ermordet, weil er den Wettbewerb der Ideen lebte – und damit die bequeme Gewissheit der Gesinnung störte. Wenn wir jetzt schweigen, gewinnt die Angst. Wer Freiheit will, muss den Streit verteidigen. Heute. Auf dem Campus. Auf dem Platz. In den Medien. Sonst bleibt am Ende das, was jede Ideologie übrig lässt: Stille und Gewalt.
Hermann Lei