15.9.2025 SRF-Kino-Schock für Zehnjährige

SRF-Koproduktion «Landesverräter»

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von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld

 

Eine Ostschweizer Familie will ihren drei Kindern (12–14) «ein Stück Geschichte» zeigen – und verlässt entsetzt den Saal. Der neue Schweizer Film «Landesverräter» enthält derbe Sexszenen und ekelerregende Bilder – freigegeben ab 10 Jahren in Begleitung, ab 12 allein. Gehts noch?

 

Was im Saal passiert

Der Film zeigt u.a. eine explizite sexuelle Handlung zwischen Männern sowie eine Szene, in der ein roher Vogel – mit Federn – gegessen wird. Das hat im Kino nichts verloren, wenn Kinder offiziell zugelassen sind. Wer so etwas Minderjährigen vorsetzt, verkennt Grenzen. Die Familie ist mitten in der Vorstellung aufgestanden und gegangen. Verständlich.

 

Jugendschutz, der keiner ist

Wie kommt eine Altersfreigabe zustande, die derart danebenliegt? Die Mutter wandte sich an die zuständige Stelle. Antwort: Man nehme den Hinweis auf, tun könne man nichts. Diese Hilflosigkeit ist das Problem – nicht die Eltern, die sich beschweren. Jugendschutz ist keine Kosmetik, sondern Pflicht. Vor allem für eine «SRF-Koproduktion».

 

SRF-Koproduktion

Der SRF-Film bringt nicht nur Schwulen- und Gewaltszenen in die Kinderstube, sondern bedient auch die gängigen linkstypischen Narrative: Regisseur Krummenacher habe bei der Recherche gemerkt, dass die Schweiz einen «Pakt mit den Nationalsozialisten eingegangen sei», dass man unter dem Deckmantel der Neutralität mit den Nazis «klar sympathisiert» habe, welche «ungestört und offiziell» in der Schweiz hätten wirken können.

 

Verachtung für die Armee – ohne Mass

Kein Anwurf ist also zu geschichtsabsurd, als dass man ihn nicht mit Gebührengeldern finanzieren könnte. Ganz nebenbei wird die Schweizer Armee als Ansammlung kaltherziger Trottel hingestellt. So billig diffamiert man tausende Väter und Grossväter, die an der Grenze standen und unser Land schützen mussten. Kritik an der Geschichte? Gern – aber bitte seriös, nicht als Schlüssel für plumpe Botschaften.

 

Kunstfreiheit ja – aber nicht auf dem Rücken von Kindern

Kunst darf viel. Aber wenn Kinder offiziell rein dürfen, gelten andere Regeln: keine expliziten Sexdarstellungen, keine Schockbilder, keine verharmloste Grenzverletzung, keine Geschichtsfälschung. Wer das nicht trennen kann, soll die Freigabe entsprechend erhöhen – und klar warnen. Alles andere ist verantwortungslos.

 

Schwulenszenen und Nazivergleiche

«Landesverräter» ist kein Kinderfilm – Punkt. Wenn eine Behörde hier «nichts tun» kann, dann ist es Zeit, dass Politik und Branche aufräumen. Kinder schützen, Eltern ernst nehmen, Freigaben straffen. Unsere Jugend ist wichtiger als die Haltung von Filmschaffenden – die zudem mit Gebührengeldern ein verfälschtes Geschichtsbild transportieren.

Hermann Lei