15.4.2026 Asyl bedeutet Kriminalität

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Bevölkerungstsunami – auch wegen «Flüchtlingen»

 

von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld

 

Asyl soll Schutz für politisch Verfolgte bieten. In der Praxis ist es in der Schweiz längst auch ein Nebenweg der Massenzuwanderung geworden. Inklusive Einwanderung von Terroristen.

 

2025 wurden 25’781 Asylgesuche gestellt, dazu kamen 4’820 Sekundärgesuche. Gleichzeitig hat der Bundesrat entschieden, den Schutzstatus S nicht vor dem 4. März 2027 aufzuheben, sowie den Ukraineflüchtlingen die Bewilligung B und Schweizer Sozialhilfe zu schenken. Wer von der 10-Millionen-Schweiz spricht und das Asylwesen ausblendet, verschweigt einen wesentlichen Teil des Problems.

Zwei Drittel haben ihren Pass «verloren»

Besonders entlarvend ist die Papierfrage. 2025 gaben 16’127 Gesuchsteller, also 62,6 Prozent, bis Ende Jahr keine Identitätspapiere ab. Schon 2024 lag dieser Anteil bei 58,2 Prozent. Ein System, in dem die Mehrheit ohne Pass oder Identitätskarte auftritt, ist blind. Das ist eine strukturelle Einladung zum Missbrauch.

Nur 304 Personen rückgeführt

Noch deutlicher wird der Kontrollverlust beim Vollzug. 2025 gab es 8’212 Ablehnungen ohne vorläufige Aufnahme und 7’108 Nichteintretensentscheide ohne vorläufige Aufnahme. Gleichzeitig wurden nur 304 Personen in Drittstaaten und 1’648 in Dublin-Staaten zurückgeführt. Demgegenüber stehen 10’577 unkontrollierte Abreisen. Das heisst eben nicht einfach: weg. Das heisst oft: untergetaucht, weitergereist oder als Sans-Papiers geblieben.

Asylzentrum als Gratishotel für Kriminelle

Der Kanton Zürich hielt 2024 fest, dass bei den Tatverdächtigen die Zunahme in der Gruppe der Personen aus dem Asylbereich mit plus 22 Prozent am stärksten ausfiel. Und eine Analyse des SEM beschreibt, wie Personen Bundesasylzentren als kurzfristige Unterkunft mit Verpflegung nutzen und vor der Registrierung wieder verschwinden. 2024 waren das rund 2’340 vorzeitig Abgereiste oder Verschwundene. Heisst: die Schweiz hat die Kontrolle vollständig verloren.

 

Importierte Kriminalität: Jude geschlagen

Die Folgen: In Davos griffen zwei abgewiesene Asylsuchende einen 19-jährigen orthodoxen Juden an, schlugen ihn und beleidigten ihn antisemitisch. Auch in Rothrist zeigte sich 2025, was importierte Gewalt im Alltag bedeutet. Vor einer Asylunterkunft stach ein 22-jähriger Afghane auf einen 19-jährigen Landsmann ein. Das Opfer kam mit mittelschweren Verletzungen ins Spital, der Täter floh und wurde erst später festgenommen. Und im Asylzentrum Kreuzlingen kommt es regelmässig zu gewalttätigen Eskalationen und Massenschlägereien – obwohl Dauergrinser  Jans die Sache ganz ernst am runden Tisch beobachtet.

Asyl-Terrorist

Dabei bleibt es nicht bei angespuckten Polizisten und Einbrüchen. Gravierend ist der Fall des irakischen IS-Manns in der Schweiz: Der vorläufig aufgenommene Dschihadist wurde wegen Beteiligung am Islamischen Staat zu 65 Monaten Freiheitsstrafe und 15 Jahren Landesverweisung verurteilt. Er vernetzte IS-Mitglieder, half beim Einschleusen ins Kampfgebiet, transferierte Geld und bestärkte eine Anhängerin bis hin zum Szenario eines Selbstmordanschlags. Verwahrung war rechtlich nicht möglich. Mit anderen Worten: Selbst bei einem hochgefährlichen Asyl-Terroristen bleibt am Ende vor allem die Hoffnung, dass die Ausschaffung funktioniert.

Handeln statt beobachten

Statt Beobachtung am runden Tisch brauchen wir Konsequenz im Vollzug, Herr Jans: Nichteintreten bei papierloser Einreise aus sicheren Drittstaaten, konsequente Administrativhaft bei renitenten und kriminellen Personen, rasche Rückführungen und kein Spurwechsel vom abgewiesenen Gesuch in den Daueraufenthalt.

Asyl für wirklich Verfolgte, ja. Asyl als Einwanderungs- und Missbrauchsmodell, nein.

Hermann Lei