
1.3.2025 Zahl der Knastbrüder um 50% gestiegen
Gefängnisse voller Ausländer, Schweizer schuften
von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld
Der Bund hat einen Bericht zur Inhaftierung von Schweizern, Ausländern und Asylbewerbern in der Schweiz im Jahr 2023 veröffentlicht. Überraschend sind die Zahlen nicht.
Die Statistik des Vollzugs von Sanktionen (SVS) bietet einen detaillierten Einblick in die Gefängnisse der Schweiz. Die Daten umfassen alle Personen, die in Schweizer Justizvollzugseinrichtungen Strafen oder Massnahmen verbüssen. Der Fokus liegt auf dem Vergleich zwischen schweizerischen und aus-ländischen Inhaftierten sowie auf den spezifischen Delikten, die zu den Inhaftierungen führten. Die Zahl der Inhaftierten ist übrigens in den letzten 30 Jahren um 50% gestiegen.
Zwei Drittel haben keinen Schweizer Pass
Im Jahr 2023 wurden laut BFS 9297 neue Straf- und Massnahmenvollzüge in der Schweiz begonnen, was einen leichten Anstieg gegenüber den 9121 Einweisungen im Vorjahr darstellt. Knapp 91 Prozent der neu eingewiesenen Personen waren männlich, und «rund zwei Drittel hatten keinen Schweizer Pass», wie das Bundesamt schreibt. Das ist leicht untertrieben, denn im Strafvollzug sind 67% Aus-länder, also mehr als zwei Drittel. Diese hohe Anzahl ausländischer Inhaftierter, insbesondere jener ohne Wohnsitz in der Schweiz, hat «wesentliche Auswirkungen auf die Struktur des Strafvollzugs und die Bereitstellung von Ressourcen», sprich: die ausländischen Kriminellen sind sauteuer.
Ausländer mit Eigentums- und Drogendelikten
Die SVS-Statistik gibt detaillierte Auskunft über die Hauptdelikte, die zur Inhaftierung führten, darun-ter Gewaltverbrechen, Drogenkriminalität, Eigentumsdelikte und Verkehrsdelikte. Von den 2023 ver-hängten Strafen waren Freiheitsstrafen (38 Prozent) und Ersatzfreiheitsstrafen für nicht geleistete Bussen (42 Prozent) die häufigsten Sanktionen. Viele ausländische Insassen wurden wegen Eigen-tums- und Drogendelikten inhaftiert. Besonders Asylbewerber und Personen ohne Aufenthaltsge-nehmigung sind oft in Verbindung mit Eigentumsdelikten im Gefängnis.
81% verbüssen ihre Strafe vollständig
Im Jahr 2023 wurden 8825 Personen aus dem Straf- und Massnahmenvollzug entlassen. Etwa die Hälfte dieser Personen verbrachte zwischen 1 und 30 Tagen im Vollzug. Von den Entlassenen hatten 81 Prozent ihre Strafe vollständig verbüsst, während der Rest bedingt entlassen wurde. Zusätzlich wurden 2823 Strafen durch gemeinnützige Arbeit vollzogen, was 23 Prozent aller begonnenen Voll-züge ausmacht. Der Anteil der Frauen (27 Prozent) und der Schweizer Staatsangehörigen (61 Pro-zent) in dieser Vollzugsform war deutlich höher als bei den traditionellen Haftformen.
Auf gut Deutsch: Sogar im Strafvollzug ist es so, dass die Schweizer schuften und die Ausländer sich durchfüttern lassen.
Hermann Lei